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Kreisstadt Unna:

Literaturschnack März 2019 

Ein unterhaltsamer und informativer Austausch über Literatur...

Literaturschnack Spezial zum Thema Frankreich 

Am Mittwoch, 6. März 2019, fand wieder ein Literaturschnack in der zib-Bibliothek statt.

Da sich in diesem Jahr die Städtepartnerschaft der Kreisstadt Unna mit dem französischen Palaiseau zum 50. Mal jährt, gab es zu diesem Anlass einen Literaturschnack Frankreich Spezial.

Viele Teilnehmende hatten sich im Vorfeld mit dem Thema auseinandergesetzt, und so wurden viele tolle Lektüretipps gegeben. Es wurde festgestellt, dass die französischen Klassiker in ihrer Darstellung von Beziehungen zeitlos und sprachlich ausgezeichnet geschrieben sind. Trotzdem wurde auch eine Lanze gebrochen für die heutige französische Literatur, die in ihren unterschiedlichsten Ausprägungen besprochen wurde.

Die Literaturschnack-Tipps vom 06.03.2019 im Einzelnen:

Romane:

  • Delphine de Vigan: Loyalitäten, 2018 (in der Bibliothek vorhanden)
    Der 12-jährige Théo will seinem fürchterlichen Leben entfliehen, und beginnt daher massiv, Alkohol zu trinken. Seine Lehrerin merkt, dass etwas mit ihm nicht stimmt, kann aber die Mutter und die anderen Lehrer nicht überzeugen. Und Théos bester Freund Mathis sagt auch nichts, um seinen Freund nicht in Schwierigkeiten zu bringen. Ernüchternd, gut geschrieben, beeindruckend.

  • Pierre Lemaitre: Drei Tage und ein Leben, 2017 (in der Bibliothek vorhanden)
    Der 12-jährige Antoine erschlägt im Affekt den 6-jährigen Nachbarssohn. Zutiefst verschreckt von seiner Tat versteckt er diesen im Wald, mit der Gewissheit, dass seine Tat bald entdeckt wird. Doch dann kommt Antoine der Zufall in Gestalt eines Sturms zu Hilfe, der das ganze Dorf verwüstet. Großartig geschrieben zeigt Lemaitre die Entwicklung des Jugendlichen und Erwachsenen sowie die Auswirkungen dieses Mordes auf sein Seelenleben auf.

  • Gregoire Délacourt: Das Leuchten in mir, 2018 (in der Bibliothek nicht vorhanden)
    Nach 20 Ehejahren gibt eine Frau ihre Familie auf, um mit einem Zufallsbekannten ein neues Leben zu beginnen. Doch dieser stirbt, bevor sie das gemeinsame Leben beginnen können. Die Frau kann nicht zurück in die Familie…

  • Gustave Flaubert: Madame Bovary, erstmalig erschienen 1856, (in der Bibliothek vorhanden)
    In diesem Klassiker wird die Geschichte von Emma erzählt, der ihre Ehe nicht mehr reicht, und die sich und ihre Familie durch Affären ins Unglück stürzt. Die Anatomie einer Ehe und das dörfliche Leben im Frankreich des 19. Jahrhunderts werden meisterhaft beschrieben.

  • Jean-Paul Didierlaurent: Die Sehnsucht des Vorlesers, 2015 (in der Bibliothek vorhanden)
    Guylain arbeitet in einer Papierverwertungsfabrik und rettet täglich einzelne Seiten vor der Vernichtung. Diese liest er in einem liebgewonnenen Ritual den Mitreisenden im Zug vor. Eines Tages entdeckt er dort einen USB-Stick mit einem Tagebuch einer Frau Fasziniert versucht er, sie zu finden … Erheiternd, skurril.

  • Antoine Laurain: Der Hut des Präsidenten, 2016 (in der Bibliothek vorhanden)
    Wunderbar leichte Geschichte eines Hutes, der mehrfach seinen Besitzer wechselt, und das Schicksal seines jeweiligen Besitzers verändert. Charmant.

  • Antoine Laurain: Die Melodie meines Lebens, 2017 (in der Bibliothek nicht vorhanden)
    Der Arzt Alain führt ein zufriedenes Leben. Doch als er mit 30-jähriger Verspätung den Brief einer Plattenfirma bekommt, der er mit seiner damaligen Band ein Demotape zugeschickt hatte, macht er sich auf den Weg, die alten Bandkollegen aufzusuchen. Sehr gesellschaftskritisch und doch kurzweilig.

  • Eric Vuillard: Die Tagesordnung, 2018 (in der Bibliothek vorhanden)
    Die Mechanismen des Aufstiegs Hitlers und der NSDAP werden hier exemplarisch verdeutlicht an mehreren historisch verbürgten Zusammenkünften. Sehr gut recherchiert, ausgezeichnet mit dem Prix Goncourt.

  • François Vallejo: Monsieur Lambert und die Ordnung der Welt, 2008 (in der Bibliothek nicht vorhanden)
    Mitte des 19. Jahrhunderts: Auf einem Landgut in der Normandie versucht der revolutionäre Baron seine Ansichten umzusetzen und gerät dabei in Konflikt mit seinem konservativen Wildhüter. Treffsicher.

  • Muriel Barbery: Die Eleganz des Igels, 2008 (in der Bibliothek vorhanden)
    Eine Concierge in Paris und eine 12-jährige hochintelligent Jugendliche bilden zusammen mit dem Japaner Ozu eine Gemeinschaft der Außenseiter.

  • Nina George: Das Lavendelzimmer, 2013 (in der Bibliothek vorhanden)
    Der Buchhändler Jean Perdu verkauft auf seinem Schiff Bücher als Medizin für die Seele. Doch endlich stellt er sich seiner eigenen Seelenpein und fährt mit seinem Boot los auf der Suche nach dem eigenen Schicksal. Romantische Sprache, tröstliches Buch.

  • Kamel Daoud: Der Fall Meursault – Eine Gegendarstellung, 2016 (in der Bibliothek vorhanden)
    Beschreibung der Geschichte von Albert Camus „Der Fremde“ aus einer anderen Perspektive. Ein alter Araber erzählt vom Tod seines Bruders. Kraftvoll und geschickt verwebt der algerische Journalist Daoud diesen sehr politischen Roman mit dem Roman Camus‘ und der algerischen Geschichte.

Sachbuch:

  • Reiseführer für Literaturfreunde Frankreich, 1964 (in der Bibliothek nicht vorhanden)
    Führer zu allen literarisch bedeutsamen Orten Frankreichs, mittlerweile nur noch antiquarisch zu bekommen, man beachte auch das Erscheinungsjahr.

Romane ohne Frankreichbezug:

  • Udo Schroeter: Bin am Meer, 2012 (in der Bibliothek nicht vorhanden)
    Der gestresste Manager Daniel fährt nach Norwegen, um dort einen Angelurlaub zu verbringen. Der mitgebuchte Reiseführer Leif bringt ihm Achtung vor der Natur und dem Leben bei. So wird dieser Urlaub zu einer Reise zu sich selbst.

  • Cameron Bloom: Penguin Bloom, 2016 (in der Bibliothek vorhanden)
    Die Mutter einer australischen Bilderbuchfamilie, die nach einem Sturz von einem Aussichtsturm querschnittsgelähmt ist, zieht eine aus dem Nest gefallene Elster auf und gewinnt durch sie neue Lebensfreude. Berührend mit wunderschönen Fotos.

 

Der nächste Literaturschnack findet statt  am Mittwoch, 03.04.2019 um 10.30 Uhr in der zib-Bibliothek. Alle Interessierten sind herzlich willkommen, der Eintritt ist frei. 


 

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08.12.2019

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