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Kreisstadt Unna:

Celeste Ng: Kleine Feuer überall 

Der Roman beginnt furios. Izzy, die jüngste Tochter der Richardsons, hat deren Haus angezündet und ist verschwunden. Nach und nach wird die Kette von Ereignissen geschildert, die dazu  führte.

Celeste Ng: Kleine Feuer überall (dtv)Die Autorin, Celeste Ng  seziert das Gefüge einer amerikanischen Vorzeigefamilie  im Vorzeigestädtchen Shaker Heights, einem Vorort von Cleveland. Dieses wurde ursprünglich von Shakern (Nachfolger der Quäker) gegründet und wartet mit einer  Anzahl von Regeln und Normen auf, die das Zusammenleben in der Gemeinschaft besser machen sollen und von den erwachsenen und vielen jugendlichen Einwohnern aufs Genaueste befolgt werden. Damit ist  Izzy, die „verrückte Tochter“ der Richardsons schon der totale Paradiesvogel, denn sie hat große Mühe mit diesen Regeln und ihrer Familie, die zumindest nach außen alles tut, damit ihr Status und ihr Einfluss gewahrt bleiben. Abwechslung kommt in die Stadt mit der neuen Mieterin ihres alten Hauses, Mia Warren. Mia führt als mittellose  Künstlerin mit ihrer pubertierenden Tochter Pearl ein eher ungewöhnliches Vagabundenleben, wird aber von Mrs. Richardson protegiert, da sie sich den Regeln von Shaker Heights folgend auch sozial engagiert. Ganz beiläufig  erhalten Mutter und Tochter immer mehr Zugang und Einfluss auf die Richardsons, besonders Izzy ist ganz begeistert von Mia und ihrer Fotografie und Pearl freundet sich über den jüngsten Sohn Moody auch mit den beiden älteren Geschwistern Lexie und Trip an. Doch wohin führt diese fast magische Anziehung die beiden Familien?

 Zusätzlichen Gesprächsstoff für die gesamte Stadt liefert der Sorgerechtsprozess um das asiatisch-stämmige Baby May Ling Chow, das von seiner Mutter ausgesetzt von einer Familie aufgenommen wurde und nun von der Mutter zurückgefordert wird. 

Celeste Ng hat mit ihrem zweiten Roman ein modernes Märchen geschrieben, verpackt in eine Familiengeschichte der außergewöhnlichen Art. Im Gegensatz zum ersten Roman „Was ich euch nicht erzählte“ wirkt dieser jedoch ein wenig konstruiert und mit den Themen Adoption, Leihmutterschaft  und  Abtreibung etwas überfrachtet. Trotzdem gelingt Ng ein stimmiges und fesselndes Bild der amerikanischen besseren Gesellschaft der 90-er Jahre mit ihrem Sendungsbewusstsein, dem latenten Rassismus und der Schere zwischen arm und reich.  Eine lohnende Geschichte mit einer rasanten Handlung und einem nachdenklichen  Ende. Sprachlich souverän liefert das Buch beste Unterhaltung.

Das Buch im Katalog der Bibliothek im zib...

Stichwörter:
Cynthia D’Aprix Sweeney, Das Nest, Literatur, Lesetipp, Bibliothek

23.09.2019

Kreisstadt Unna

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