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Anregung & Kritik

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Kreisstadt Unna:

Steven Uhly: Marie 

Veronika hat es nicht leicht. Nach einem diffusen, traumatischen Ereignis in ihrer Vergangenheit, dem sie sich nicht stellen kann, versucht sie nach Kräften, vom Jugendamt überwacht, ihre drei Kinder und sich mit dem Job als Arzthelferin durchzubringen. Das erschöpft sie so sehr, dass sie in ihrer Freizeit die Kinder oft sich selber überlässt, zumal sie vom Vater der Kinder nur minimal unterstützt wird. Billige Fertigkost ist an der Tagesordnung.

Die drei Kinder lernen früh, dass sie mithelfen müssen, und oft auf sich allein gestellt sind. Der Älteste, Frido, hat mit seinen 12 Jahren schon seit geraumer Zeit die Vaterrolle übernommen, was ihn immer wieder in Zwiespalt mit seinen eigenen Bedürfnissen bringt. Die zehnjährige Mira ist oft mürrisch und flieht aus der Situation in eine Freundschaft mit einem drei Jahre älteren Jungen. Einzig Chiara, die Jüngste, ist ein Sonnenschein, ahnt sie doch nichts von ihrer dramatischen Vergangenheit. Und doch kann Veronika gerade sie nicht ins Herz schließen, leidet allerdings unter der Tatsache, dass sie vor allem Chiara eine so schlechte Mutter ist. Zudem kann sie die Taten der Vergangenheit nicht vertuschen, immer mehr drängen sie ans Licht …

Steven Uhly, geboren 1964, knüpft mit dieser Geschichte an seinen Titel Glückskind“ an, in dem er die Geschichte der Rettung eines Babys vor dem sicheren Tod in einer Mülltonne durch den Hartz-IV-Empfänger Hans schildert. Chiara ist das Baby, Veronika ist die Mutter, die immer noch von der Situation überfordert ist. Erneut weiß Uhly mit diesem Roman absolut zu überzeugen. Die Schwierigkeiten für Alleinerziehende sowie deren Kinder werden sehr drastisch aber authentisch geschildert. Auch wenn der Schluss einen Ausweg aus der dramatischen Situation nahelegt, wird doch sehr deutlich, wie angespannt – in emotionaler, finanzieller und organisatorischer Sicht – das Leben für Mütter oder Väter ohne Partner und deren Kinder häufig ist und wie absolut loyal Kinder sich trotz aller Schwierigkeiten ihren Eltern gegenüber verhalten. Die Kenntnis des Vorgängers „Glückskind“ ist von Vorteil. Hervorragend, lesen.

Das Buch im Katalog der Bibliothek im zib...

Stichwörter:
Cynthia D’Aprix Sweeney, Das Nest, Literatur, Lesetipp, Bibliothek

19.09.2019

Kreisstadt Unna

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